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Posts mit dem Label "Religion" werden angezeigt.

Religion und Krieg Teil 3

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  Religion, Kirche und Krieg in Vergangenheit und Gegenwart Kapitel 3: Kirche und Krieg in der Gegenwart Friedenssprache im Dienst der Kriegsvorbereitung Die Gegenwart zeigt: Die alte Verbindung von Kirche, Staat und Krieg ist nicht verschwunden. Sie tritt nur moderner auf. Die Sprache ist vorsichtiger, die Begriffe sind weicher. Die Papiere heißen nicht „Kriegsplan“, sondern „Friedenslehre“, „Sicherheit“, „Krisenseelsorge“, „Widerstandsfähigkeit“ oder „Soforthilfe“. Doch hinter der milden Oberfläche steht dieselbe Grundfrage wie früher: Stellt die Kirche den Krieg in Frage, oder hilft sie, seine Folgen seelisch zu verwalten? Die herrschende Politik rüstet auf, beschwört Feinde, ordnet Haushalte dem Militär unter, gewöhnt die Bevölkerung an den Gedanken des großen Krieges und nennt das alles Sicherheit. Wer in dieser Lage von Frieden spricht, aber die Kriegsvorbereitung praktisch begleitet, betreibt keine Friedensarbeit. Er liefert die moralische Stütze der Aufrüstung. Die neue Gru...

Religion und Krieg Teil 2

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  Religion, Kirche und Krieg in Vergangenheit und Gegenwart Kapitel 2: Kirche, Faschismus und die zweite Schuld nach 1945 Die fromme Maske der Reaktion Die Geschichte der Kirchen in Deutschland ist nicht nur eine Geschichte von Altar, Liturgie und Glaubensfragen. Sie ist eine Geschichte gesellschaftlicher Macht, politischer Funktion und Klassenbindung. Besonders deutlich tritt das im Verhältnis der großen Kirchen zum deutschen Faschismus und zum Antikommunismus der Nachkriegszeit hervor. Die Kirchen waren keine Randfiguren der deutschen Gesellschaft. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörten rund 95 Prozent der Bevölkerung im Deutschen Reich entweder der evangelischen oder der katholischen Kirche an. Sie waren Masseninstitutionen mit tiefem Einfluß in Schule, Familie, Gemeinde, Militär und Staat. Gerade deshalb hatte ihr Verhalten gegenüber Faschismus, Krieg und Judenverfolgung enormes Gewicht. Sie hätten Millionen Menschen gegen Terror, Rassenpolitik, Judenverfolgung, Zer...

Religion und Krieg Teil 1

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  Religion, Kirche und Krieg in Vergangenheit und Gegenwart Kapitel 1: Thron, Altar und Krieg – Wie die Kirchen Herrschaft und Gewalt heiligten Wenn der Himmel für die Kanonen spricht Krieg fällt nicht vom Himmel. Er entsteht aus Macht, Besitz, Konkurrenz, Staatsinteressen, dem Kampf um Märkte, Rohstoffe und Einflusssphären sowie der gewaltsamen Sicherung von Reichtum. Doch seit Jahrhunderten wurde er den Menschen immer wieder so verkauft, als stünde über ihm ein höherer Wille. Wenn Fürsten, Kaiser, Kolonialherren und Generäle ihre Heere in Bewegung setzten, standen Prediger oft nicht abseits, sondern mitten im Apparat der Mobilmachung: bei Feldpredigten und Fahnenweihen, bei Glockengeläut und Totengedenken, bei der moralischen Zurichtung der Untertanen für den Krieg. Sie segneten Fahnen, trösteten Hinterbliebene, predigten Gehorsam und erklärten den Tod auf dem Schlachtfeld zum Opfer für Volk, Vaterland, Ordnung oder Gott. Dabei war die institutionelle Kirche nicht einfach nur ein...