Von der GESTAPO zum bundesdeutschen Geheimdienst
Von der GESTAPO zum bundesdeutschen Geheimdienst Die Bundesregierung rüstet die deutschen Nachrichtendienste mit neuen, weitreichenden Überwachungs- und Eingriffsbefugnissen aus. Damit wird eine zentrale Lehre aus der Geschichte offen in Frage gestellt: Geheimdienste sollten nach 1945 bewusst auf Informationsgewinnung beschränkt bleiben – ohne polizeiliche oder gar exekutive Macht im Verborgenen. Genau diese Trennung gerät nun ins Wanken. Die Entwicklung zeigt zugleich, dass der Bruch mit dem faschistischen Sicherheitsapparat nie vollständig war – insbesondere nicht in Bezug auf die Kontinuität der handelnden Personen, die in neuen Funktionen weiterverwendet wurden. Die aktuelle Reform droht nun, auch die letzte rechtliche Schutzlinie zu schleifen, die verhindern sollte, dass aus Nachrichtendiensten erneut Geheimpolizeien werden. Die politische Polizei als Herrschaftsinstrument Politische Überwachung ist kein Produkt des Faschismus, sondern ein Werkzeug der Klassenherrschaf...