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Die Geheimarmeen der NATO

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Die Geheimarmeen der NATO Westliche Staaten bauten nach 1945 geheime Stay-behind-Netze für Nachrichtendienst, Schleusung, Sabotage und bewaffneten Widerstand im Besetzungsfall auf. CIA und britische Dienste unterstützten die national geführten Apparate und verbanden sie transatlantisch. Sie zeigen, wie der bürgerliche Staat Geheimstrukturen zum Schutz der kapitalistischen Ordnung unterhielt und äußere Kriegsplanung mit innerer Aufstandsbekämpfung verband. Eine zentrale NATO-Steuerung sämtlicher Terrorakte ist nicht bewiesen; der Klassencharakter des Systems hängt davon nicht ab. Vom Widerstand zur verdeckten Kriegführung Die Stay-behind-Idee entstand vor der NATO und knüpfte an Widerstandserfahrungen, die britische Special Operations Executive und alliierte Nachrichtendienste des Zweiten Weltkriegs an. Nach 1945 wurde dieses Wissen aus seinem antifaschistischen Zusammenhang gelöst und gegen die kommunistische Bewegung gewendet. Das Feindbild verschob sich von Deutschland zur Sowj...

Chile 1973: Der Militärputsch und die US-Intervention gegen Allende

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Chile 1973: Der Militärputsch und die US-Intervention gegen Allende Am 11. September 1973 stürzte das chilenische Militär die demokratisch legitimierte Regierung Salvador Allendes. Allende starb während des Angriffs auf den Präsidentenpalast La Moneda durch Suizid. Sein Tod war jedoch die unmittelbare Folge des militärischen Staatsstreichs. Die zentrale Frage lautet daher nicht nur, wie Allende starb, sondern auch, welche Rolle die Vereinigten Staaten und insbesondere die CIA bei der Destabilisierung Chiles spielten. Die CIA führte den Putsch vom 11. September 1973 nicht nachweislich selbst durch. Die militärische Operation lag in den Händen der chilenischen Streitkräfte. Diese Feststellung darf jedoch nicht zur Entlastung der USA dienen. Washington war nicht bloß Zuschauer einer innerchilenischen Krise. Die US-Regierung und ihre Geheimdienste arbeiteten seit Jahren daran, die Regierung Allende zu verhindern, zu schwächen und schließlich durch eine antikommunistische Militärherrschaft ...

90 Jahre spanischer Bürgerkrieg

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  Vor 90 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg Neunzig Jahre nach dem Militärputsch gegen die Spanische Republik ist der Krieg von 1936 bis 1939 keine abgeschlossene Vergangenheit, sondern eine offene politische Frage – eine Frage der Klassenherrschaft. Der Sieg Francos war kein rein spanisches Ereignis, sondern Ausdruck einer internationalen Allianz der Bourgeoisien: Faschistische Staaten griffen militärisch ein, westliche Demokratien blockierten bewusst Hilfe für die Republik, Konzerne verwandelten den Krieg in ein profitables Geschäft. Wer heute über Spanien spricht, spricht über die Gewalt des Kapitals, über imperialistische Konkurrenz, über die Funktion von Erinnerung als Herrschaftsinstrument und über die systematische Schonung der Täter durch die Siegerordnung. Diese Perspektive macht deutlich, dass Geschichte nicht neutral ist, sondern immer im Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse interpretiert wird. Die Ereignisse von 1936 bis 1939 wirken bis heute nach und präge...