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Wie deutsche Machtpolitik nach 1989 Osteuropa ins Visier nahm

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  Der neue Ritt nach Osten: Wie deutsche Machtpolitik nach 1989 Osteuropa ins Visier nahm Mit dem Zusammenbruch der realsozialistischen Staaten änderte sich nicht das deutsche Interesse an Osteuropa, sondern vor allem die Form seiner Durchsetzung. An die Stelle kaum durchsetzbarer territorialer Forderungen traten Kapitalexport , wirtschaftliche Durchdringung, die politische Instrumentalisierung deutscher Minderheiten, staatlich finanzierte Kulturarbeit und die militärische Einbindung des Ostens in die NATO. Hinter der Sprache von Minderheitenschutz, Entwicklungshilfe und europäischer Integration stand damit auch ein Kampf um Märkte, Arbeitskräfte, Rohstoffe, Eigentum und politische Einflußzonen – und um die Neuordnung Osteuropas unter den Bedingungen kapitalistischer Konkurrenz. Vom Grenzrevisionismus zur ökonomischen Expansion Nach 1945 hielten Vertriebenenverbände, großdeutsche Organisationen und Teile des rechten Lagers jahrzehntelang territoriale Forderungen gegenüber ...

Gegen Aufrüstung und Blockkonfrontation: Deutschland, Russland und Europa

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  Gegen Aufrüstung und Blockkonfrontation: Deutschland, Russland und Europa Klasseninteressen, Krieg und die offene Frage der Sicherheit Das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland ist keine bloße Folge wechselnder Regierungen, diplomatischer Verstimmungen oder kultureller Missverständnisse. In ihm bündeln sich seit mehr als einem Jahrhundert wirtschaftliche Expansion, militärische Machtpolitik, der Kampf um Eigentumsordnungen und die Frage, wer über Europas Sicherheit entscheidet. Wer die Gegenwart begreifen will, muss deshalb die Interessen hinter den politischen Formeln sichtbar machen – und die Rechnung betrachten, die Arbeiter, sozial Benachteiligte und die vom Krieg bedrohten Bevölkerungen bezahlen. Dabei genügt es nicht, die Außenpolitik einzelner Staaten moralisch zu bewerten. Der Marxismus fragt nach den gesellschaftlichen Kräften, die hinter den Staaten stehen: nach Eigentum, Kapitalakkumulation, Klassenherrschaft und den materiellen Interessen, die sich in Diplomati...

Vor 155 Jahren wurde Karl Liebknecht geboren

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  Vor 155 Jahren wurde Karl Liebknecht geboren Am 13. August 1871 kam in Leipzig Karl Liebknecht zur Welt. Sein Name steht wie kaum ein anderer in der deutschen Geschichte für den Bruch mit Militarismus, Kriegspolitik und der Unterordnung der Arbeiterbewegung unter die Interessen des Staates und des Kapitals. 155 Jahre nach seiner Geburt ist seine politische Haltung von beklemmender Aktualität: Liebknecht stellte die Frage, wer an Kriegen verdient, wer für sie bezahlt – und warum Arbeiter aufeinander schießen sollen, während wirtschaftliche und politische Eliten ihre Machtinteressen verfolgen. Geboren in eine Familie der Arbeiterbewegung Karl Liebknecht wurde am 13. August 1871 in Leipzig geboren, in der damaligen Braustraße 11, dem heutigen Haus Braustraße 15. An diesem Ort erinnert noch immer eine Gedenktafel an seine Geburt. Die Angabe ist durch mehrere voneinander unabhängige historische und wissenschaftliche Einrichtungen bestätigt. Dass sich in verschiedenen Darstellung...