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Zum 82. Jahrestag der Ermordung von Ernst Thälmann

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  Zum 82. Jahrestag der Ermordung von Ernst Thälmann Am 18. August 1944 ließ die Spitze des faschistischen Staates Ernst Thälmann im Konzentrationslager Buchenwald ermorden. Fast elfeinhalb Jahre hatte der Vorsitzende der KPD in Gefängnissen und Zuchthäusern verbracht, ohne dass ein Gericht ihn verurteilt hätte. Sein Lebensweg führt mitten hinein in die Kämpfe der deutschen Arbeiterbewegung gegen Ausbeutung, Krieg, Militarismus und Faschismus. Er zeigt, dass die Geschichte nicht durch einzelne große Männer gemacht wird, sondern durch Klassen, die um ihre Interessen, ihre Organisationen und letztlich um die politische Macht kämpfen. Thälmanns Ermordung war kein persönlicher Racheakt. Sie war ein politischer Mord im Interesse der herrschenden Klasse. Der Faschismus hatte die Aufgabe übernommen, die Arbeiterbewegung zu zerschlagen, die Organisationen der Lohnabhängigen zu vernichten, die kapitalistische Eigentumsordnung zu sichern und Deutschland für imperialistische Aufrüstung un...

1918 - 1957 Gewerkschaften ( Teil 3 )

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Kapitel 3: Erster Weltkrieg, Burgfrieden und die offene Krise der Arbeiterbewegung (1914–1918) Imperialistischer Krieg als Fortsetzung der Konkurrenz mit anderen Mitteln Der Erste Weltkrieg ist kein historischer Unfall und kein Ergebnis irrationaler Politik. Er ist die notwendige Zuspitzung der imperialistischen Konkurrenz der großen Kapitalmächte um Märkte, Rohstoffe, Transportwege und Einflusszonen. Wo ökonomische Expansion an Grenzen stößt, wird Gewalt zum Mittel der Neuaufteilung. Für das Kapital bedeutet Krieg eine gewaltige Umverteilung nach oben. Rüstungsaufträge garantieren Profite, Staatskredite sichern Absatz, Preissteigerungen und Spekulation treiben Extragewinne. Der Staat verschuldet sich im Namen der „Nation“, während private Unternehmen sichere Renditen erzielen. Krieg ist in diesem Sinne kein Ausnahmezustand, sondern eine besonders brutale Form kapitalistischer Normalität. Für die arbeitenden Klassen bedeutet Krieg das Gegenteil: Einziehung in die Armee, Zwangs...

1918 - 1957 Gewerkschaften ( Teil 2)

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Kapitel 2: Kaiserreich, Sozialistengesetze und Aufstieg der „freien Gewerkschaften“ (1871–1914) Reichsgründung: Nationalstaat als Werkzeug der Kapitalakkumulation Mit der Reichsgründung von 1871 entsteht kein neutraler Nationalstaat, sondern ein politisches Instrument zur Durchsetzung kapitalistischer Interessen. Die staatliche Einigung dient nicht der politischen Emanzipation der Bevölkerung, sondern der Schaffung eines einheitlichen Marktes, in dem Kapitalakkumulation reibungslos organisiert werden kann. Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum, einheitliche Rechtsnormen, Ausbau von Eisenbahn und Schwerindustrie sowie die Sicherung von Eigentumstiteln sind die Voraussetzungen dafür, dass Kapital schneller zirkulieren, Betriebe wachsen und Konkurrenzschlachten in Kartellen und Konzernen enden können. Die beschleunigte Konzentration des Kapitals – insbesondere im Ruhrgebiet, in der Stahl-, Chemie- und Maschinenbauindustrie – verschärft die Ausbeutung der Arbeitskraft. Lohnabhängige werden m...