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Die Geheimarmeen der NATO

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Die Geheimarmeen der NATO Westliche Staaten bauten nach 1945 geheime Stay-behind-Netze für Nachrichtendienst, Schleusung, Sabotage und bewaffneten Widerstand im Besetzungsfall auf. CIA und britische Dienste unterstützten die national geführten Apparate und verbanden sie transatlantisch. Sie zeigen, wie der bürgerliche Staat Geheimstrukturen zum Schutz der kapitalistischen Ordnung unterhielt und äußere Kriegsplanung mit innerer Aufstandsbekämpfung verband. Eine zentrale NATO-Steuerung sämtlicher Terrorakte ist nicht bewiesen; der Klassencharakter des Systems hängt davon nicht ab. Vom Widerstand zur verdeckten Kriegführung Die Stay-behind-Idee entstand vor der NATO und knüpfte an Widerstandserfahrungen, die britische Special Operations Executive und alliierte Nachrichtendienste des Zweiten Weltkriegs an. Nach 1945 wurde dieses Wissen aus seinem antifaschistischen Zusammenhang gelöst und gegen die kommunistische Bewegung gewendet. Das Feindbild verschob sich von Deutschland zur Sowj...

Wie deutsche Machtpolitik nach 1989 Osteuropa ins Visier nahm

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  Der neue Ritt nach Osten: Wie deutsche Machtpolitik nach 1989 Osteuropa ins Visier nahm Mit dem Zusammenbruch der realsozialistischen Staaten änderte sich nicht das deutsche Interesse an Osteuropa, sondern vor allem die Form seiner Durchsetzung. An die Stelle kaum durchsetzbarer territorialer Forderungen traten Kapitalexport , wirtschaftliche Durchdringung, die politische Instrumentalisierung deutscher Minderheiten, staatlich finanzierte Kulturarbeit und die militärische Einbindung des Ostens in die NATO. Hinter der Sprache von Minderheitenschutz, Entwicklungshilfe und europäischer Integration stand damit auch ein Kampf um Märkte, Arbeitskräfte, Rohstoffe, Eigentum und politische Einflußzonen – und um die Neuordnung Osteuropas unter den Bedingungen kapitalistischer Konkurrenz. Vom Grenzrevisionismus zur ökonomischen Expansion Nach 1945 hielten Vertriebenenverbände, großdeutsche Organisationen und Teile des rechten Lagers jahrzehntelang territoriale Forderungen gegenüber ...

Wenn der Sport für den Krieg marschiert

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  Wenn der Sport für den Krieg marschiert Sport gilt gern als Gegenwelt zu Krieg und Politik: als friedlicher Wettstreit nach Regeln, als Begegnung über Grenzen hinweg, als Raum gemeinsamer Begeisterung. Die Geschichte erzählt jedoch eine deutlich härtere Wahrheit. Seit Jahrhunderten wird körperlicher Wettkampf für militärische Ausbildung, nationale Mobilisierung, Propaganda und außenpolitische Machtdemonstration funktionalisiert – und ebenso immer wieder von Befreiungsbewegungen, Kriegsopfern und Gegnern herrschender Ordnungen umgedeutet. Der Blick auf die Olympischen Spiele von 1936 zeigt besonders scharf, wie dünn die Grenze zwischen Friedensinszenierung und Kriegsvorbereitung ist. Der trainierte Körper als politische Ressource Die Verbindung zwischen Krieg und körperlichem Wettkampf ist älter als der moderne Sport. In vormodernen Gesellschaften ging es oft unmittelbar um militärisch verwertbare Fähigkeiten: Kraft, Ausdauer, Disziplin, Waffenbeherrschung und Gehorsam unter...