65 Jahre antifaschistischer Schutzwall
65 Jahre antifaschistischer Schutzwall Vor 65 Jahren, am 13. August 1961, wurde die Grenze zwischen Ost- und Westberlin gesichert. Was im Westen meist als „Mauerbau“ bezeichnet wird, war aus Sicht der DDR eine notwendige Maßnahme zur Sicherung des Friedens, zur Stabilisierung des sozialistischen Aufbaus und zur Abwehr systematischer Destabilisierungsversuche im Kalten Krieg. Der sogenannte „antifaschistische Schutzwall“ war dabei nicht nur eine Grenzanlage, sondern Ausdruck der staatlichen Souveränität der DDR im Rahmen der Blockkonfrontation. Berlin im Zentrum des Kalten Krieges Berlin war seit 1945 ein Brennpunkt der internationalen Nachkriegsordnung. Die Stadt stand unter Viermächte-Status, lag jedoch vollständig im Gebiet der DDR und wurde von den Westmächten als politischer Vorposten genutzt. Mit der Gründung zweier deutscher Staaten 1949 wurde die Teilung Deutschlands Realität. Westberlin entwickelte sich unter westlichem Schutz zu einem kapitalistischen Sonderraum ...