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Religion und Krieg Teil 2

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  Religion, Kirche und Krieg in Vergangenheit und Gegenwart Kapitel 2: Kirche, Faschismus und die zweite Schuld nach 1945 Die fromme Maske der Reaktion Die Geschichte der Kirchen in Deutschland ist nicht nur eine Geschichte von Altar, Liturgie und Glaubensfragen. Sie ist eine Geschichte gesellschaftlicher Macht, politischer Funktion und Klassenbindung. Besonders deutlich tritt das im Verhältnis der großen Kirchen zum deutschen Faschismus und zum Antikommunismus der Nachkriegszeit hervor. Die Kirchen waren keine Randfiguren der deutschen Gesellschaft. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörten rund 95 Prozent der Bevölkerung im Deutschen Reich entweder der evangelischen oder der katholischen Kirche an. Sie waren Masseninstitutionen mit tiefem Einfluß in Schule, Familie, Gemeinde, Militär und Staat. Gerade deshalb hatte ihr Verhalten gegenüber Faschismus, Krieg und Judenverfolgung enormes Gewicht. Sie hätten Millionen Menschen gegen Terror, Rassenpolitik, Judenverfolgung, Zer...

Religion und Krieg Teil 1

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  Religion, Kirche und Krieg in Vergangenheit und Gegenwart Kapitel 1: Thron, Altar und Krieg – Wie die Kirchen Herrschaft und Gewalt heiligten Wenn der Himmel für die Kanonen spricht Krieg fällt nicht vom Himmel. Er entsteht aus Macht, Besitz, Konkurrenz, Staatsinteressen, dem Kampf um Märkte, Rohstoffe und Einflusssphären sowie der gewaltsamen Sicherung von Reichtum. Doch seit Jahrhunderten wurde er den Menschen immer wieder so verkauft, als stünde über ihm ein höherer Wille. Wenn Fürsten, Kaiser, Kolonialherren und Generäle ihre Heere in Bewegung setzten, standen Prediger oft nicht abseits, sondern mitten im Apparat der Mobilmachung: bei Feldpredigten und Fahnenweihen, bei Glockengeläut und Totengedenken, bei der moralischen Zurichtung der Untertanen für den Krieg. Sie segneten Fahnen, trösteten Hinterbliebene, predigten Gehorsam und erklärten den Tod auf dem Schlachtfeld zum Opfer für Volk, Vaterland, Ordnung oder Gott. Dabei war die institutionelle Kirche nicht einfach nur ein...

Geschichte der sozialistischen Opposition nach 1989

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  Geschichte der sozialistischen Opposition  Sozialistische Opposition seit 1993 Die Geschichte der sozialistischen Opposition seit 1993 ist die Geschichte eines Kampfes gegen die restaurierte Herrschaft des Kapitals. Nach dem Untergang der DDR und der Auflösung der Sowjetunion glaubte die herrschende Klasse, den historischen Gegner endgültig beseitigt zu haben. In den neunziger Jahren wurde dieser Triumph in der Bundesrepublik als Sieg von Markt, Nation und westlicher Demokratie gefeiert. Tatsächlich begann eine neue Phase verschärfter Klassenherrschaft. Privatisierung, Lohndruck, Deregulierung, Kriegspolitik, Entsolidarisierung und antikommunistische Ideologie bildeten das Programm dieser Epoche. Wer die Entwicklung der sozialistischen Opposition seit 1993 begreifen will, darf sie nicht als bloße Geschichte von Parteien, Gruppen und Wahlergebnissen darstellen. Es geht um mehr. Es geht um die Frage, wie sich unter Bedingungen einer historischen Niederlage neue Formen des Wide...

Wie die Vereinigten Staaten durch Enteignung, Zwangsarbeit und Kapitalmacht aufstiegen

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  Gebaut auf Raub, Sklaverei und Monopolmacht Wie die Vereinigten Staaten durch Enteignung, Zwangsarbeit und Kapitalmacht aufstiegen Die herrschende Erzählung über die Vereinigten Staaten spricht von Freiheit, Demokratie und Aufstieg durch Leistung. In Wirklichkeit handelt es sich um die ideologische Selbstbeschreibung einer Klassenordnung, in der eine kleine Eigentümerelite über die Arbeit von Millionen verfügt. Diese Legende verschleiert den wirklichen historischen Kern: Die USA entstanden nicht als friedliches Gemeinwesen freier Bürger, sondern als Produkt von Kolonisierung, Landraub, Sklaverei, Klassenherrschaft und später imperialer Expansion. Wer ihre Geschichte verstehen will, darf sich nicht an den moralischen Selbstbeschreibungen orientieren, sondern muss nach den materiellen Interessen fragen, die diesen Staat hervorgebracht haben. Der Ausgangsbeitrag zeigt genau diesen Widerspruch. Er macht deutlich, dass die Sprache von Freiheit und Menschenrechten in den USA von Anfang...

Sportsfreunde an die Front?

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  Von der Kurve ins Kasernentor: Sport zwischen Krieg, Kapital und Klassenkampf Die deutschen Stadien, Sporthallen und Arenen verwandeln sich zunehmend in Bühnen, auf denen nicht nur Fußball, Leichtathletik oder Handball aufgeführt werden, sondern auf denen gleichzeitig militärische Propaganda stattfindet. Karrieremobile der Bundeswehr stehen zwischen Hüpfburgen und Fanständen, Rüstungsfirmen wie Rheinmetall werben auf Werbebanden und sponsern Traditionsvereine. Hinter dieser Entwicklung steht keine zufällige Marketingstrategie, sondern eine bewusste ideologische und ökonomische Offensive eines imperialistischen Staates. Die breite Militarisierung der deutschen Gesellschaft seit der sogenannten „Zeitenwende“ verbindet sich mit den neoliberalen Umbauten des Sports. Dieser Artikel analysiert diesen Zusammenhang aus historischer und politischer Perspektive, zeigt die dahinter stehenden wirtschaftlichen Interessen und benennt linke Gegenentwürfe. Die Argumente stützen sich auf politisc...