Vom KPD-Verbot zum Debanking: Finanzielle Repression gegen linke Opposition und Friedensbewegung Teil 4
Kapitel 4: Vergleich 1956 und heute – Klassenstaat, Friedensfrage und organisierte Gegenwehr Zwei Epochen, ein Klasseninteresse Der Vergleich zwischen den Enteignungen im Zusammenhang mit dem Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands im Jahr 1956 und den heutigen Kontokündigungen legt ein konstantes Grundmuster frei. Staatliche Macht greift nicht zufällig repressiv ein, sondern immer dann, wenn organisierte Kräfte beginnen, Eigentumsverhältnisse, Ausbeutung und Kriegspolitik praktisch infrage zu stellen. Die geschichtlichen Formen haben sich verändert, das Klasseninteresse ist gleich geblieben. Im Jahr 1956 wurde dieses Interesse offen durchgesetzt. Das Parteiverbot war ein politischer Schlag gegen eine organisierte Kraft der Arbeiterbewegung, die nicht nur einzelne Missstände kritisierte, sondern die gesellschaftliche Ordnung an ihrem Kern traf. Es ging um die Frage, wem Betriebe, Banken und Grund gehören, wer über Arbeit, Lohn, Wohnung und Zukunft entscheidet und wer...